Anton ´01
Nach oben Skitour 2000 Anton ´01 Sölden ´01

Zwei Männer in Anton

(oder alle Wege führen zu Mooserwirt)

Aus terminlichen Gründen war es uns dieses Jahr anscheinend nicht möglich langfristig eine Gruppenreise zu planen und so entschlossen sich kleinere Gruppen Österreich in den verschiedensten Regionen unsicher zu machen.

Tour 1:

Allen Anfang machte unser Mannschaftsarzt Totti, der sich mit einer Reisegruppe junger schwer erziehbarer Schwedinnen nach Hintertux Richtung Österreich aufmachte.
Er entsagte dem Skifahren und setzte sein Ansehen in der Mannschaft mit einem Snowboard-Kurs aufs Spiel. Nach eigenen Aussagen ist er zur Zeit damit beschäftigt, während seiner langen Abende in der Klinik, ein eigenes Board zu schnitzen.

Tour 2 & 3:

Danach zogen zwei Aachener ohne direktes Ziel (irgendwie doch Sölden) gen Österreich (Einfach losfahren und ... ) und bekamen nach kurzer Zeit Verstärkung. ( Das Grauen kommt mit der Bahn )

Eine Woche später konnten wir uns nach langem hin und her (das heißt Reini und Paul) endlich entschließen ein Sporthotel in St. Anton zu buchen. Mit ein Grund für unsere Wahl ist die Behauptung eines ziemlich angetrunkenen Zeitgenossen gewesen, der Karneval auf irgendeiner Toilette in Deutschland behauptete, dass der beste Apres-Ski der Alpen im Mooserwirt zu finden sei. Dies heraus zufinden war nun die Aufgabe des diesjährigen, leider nur zwei Personen umfassenden Expertenteams.

Die Fahrt in unser Zielgebiet gestaltete sich wie immer sehr angenehm und wir erreichten es trotz eines kurzen pitstop bei mäckes in vertretbaren 6 Stunden. Schon auf den letzten Kilometern fiel uns auf, dass irgend etwas anders ist als all die Jahre zuvor. Die umliegenden Berge waren alle verdammt grün und teilweise konnten wir schon die Kühe auf den Sommerwiesen sehen. Trotz allem Hoffen, auch St. Anton mit seinem Skigebiet bis 2.811m, 262 Km Pistenkilometern und 180 km Tiefschneehängen konnte uns nicht mit bestem Schnee entfangen. Nachdem wir den ersten Schock überwunden hatten stellten wir fest, dass wenigstens unser Hotel ein Knaller war. Nach der Einquartierung machten wir uns sogleich auf den Weg, um uns professionelle Wasserskis für die nächsten Tage zu leihen. Dabei konnten wir einen ersten Eindruck vom Apres-Ski in Stanton gewinnen. Nach einigem hin und her landeten wir schließlich am legendären Schirm an der alten Post. Nie im Leben sahen wir mehr zufriedene Familienväter, die ihren Sprösslingen beim Spielen zu sahen und dabei doch ein Bier tranken. Einhelliges Expertenurteil "hier sind wir falsch". Aber es soll ja da noch den Mooserwirt geben.

Unser Sporthotel erwies sich immer mehr als Glücksgriff, vor allem was das leibliche Wohl betraf. Schon am Morgen mussten wir uns für das Abendessen entschieden und eine Auswahl aus mindestens drei verschiedenen Hauptmenüs treffen. Welch unangenehme Aufgabe so früh am morgen. Weiterhin wurde kurzfristig, als besonderer Service des Hotelmanagements, eine Reisegruppe Holländerrinnen einquartiert, um uns bei Laune zu Halten.

Mit dem Hotel eigenen Bus ging es dann früh morgens zu den unberührtesten Hängen, um bis 12 Uhr im Schneesulz den Skitag zu verbringen.

Um den entgangenen Abfahrtsspaß zu kompensieren, mussten wir uns vermehrt dem Hüttenzauber zuwenden und führten den ultimativen Mineralwassertest durch (Testberichte hierzu später).

Und dann war ja da auch noch der Mooserwirt, den es zu finden galt. Am ersten Tag sind wir doch glatt vorbeigefahren, was aber mehr mit der etwas verwirrenden Pistenführung zu tun hatte.

Da wir aber bekannterweise nicht so schnell abzuschütteln sind, versuchten wir es am zweiten Tag gleich noch mal und wurden diesmal fündig. Unsere Erwartung war natürlich sehr hoch, da ja wie jeder auf der Welt weiß, der Apres-Ski nirgends besser zelebriert wird als beim "Mooser Wirt". Nach eigenem Bekunden "die angeblich schlechteste Skihütte in Österreich".

 Nach mehrtägiger intensivster Prüfung konnten wir ohne Zweifel feststellen, dass der "Mooser Wirt" nicht die schlechteste Skihütte in Österreich sondern mit Sicherheit die schlechteste auf dem Ganzen Planeten ist. Bestellst du ein Mineralwasser beim Mooser, kannst du sicher sein, dass du original Kranenburger bekommst. Die Musik wird von einer schlechten Jet-Hans Kopie gemacht und entspricht dem normalen Ski-Hütten-Niveau. Einzig die Toiletten sind sehr ansprechend gestaltet. Aber wer will schon die ganze Zeit auf dem Klo verbringen ? Vielleicht haben wir nur einen unpassenden Zeitpunkt bei unseren Besuchen erwischt.

Die Erkundung des Nachtlebens von Stanton fiel sprichwörtlich ins Wasser. Aufgrund des Dauerregens war es dem Testteam leider nicht möglich den Weg in die Ortsmitte anzutreten. Außerdem ist es schon sehr ermüdend, den ganzen Tag Mineralwasser zu testen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass Stanton bei guten Schneeverhältnissen bestimmt ein lohnendes Ziel ist (vielleicht klappt es ja dann auch beim Mooser-Wirt). Bei unserem Urteil würden wir dem Ort 4 Skier auf der nach oben offen Bewertungsskala geben.

Wir hoffen, dass sich im nächsten Jahr wieder ein Reiseleiter findet, der es schafft die gesamte Truppe unter einen Hut zu bekommen. Damit wäre dann auch eine objektivere Bewertung der Örtlichkeiten möglich.

Bis dahin werdet Ihr in unseren Turnierberichten von uns hören und sehen....

 

Änderungen, Ergebnisse und Anregungen an webmaster@hcbackhand.de, Stand: 10.05.01